Steuer & Lohnsteuerausgleich

Geringfügigkeitsgrenze

Die monatliche Entgeltgrenze, bis zu der ein Dienstverhältnis sozialversicherungsrechtlich als geringfügig gilt.

Liegt das monatliche Entgelt nicht über 551,10 €, gilt die Beschäftigung als geringfügig. Dann fallen keine Dienstnehmerbeiträge zur Kranken- und Pensionsversicherung an.

Was trotzdem gilt: Unfallversichert sind auch geringfügig Beschäftigte. Kranken- und Pensionsversicherung lassen sich um 83,49 € im Monat freiwillig dazukaufen, über die Selbstversicherung nach § 19a ASVG.

Die Grenze wurde mit 1. Jänner 2026 erstmals seit Jahren nicht angehoben.

Bei mehreren geringfügigen Jobs werden die Entgelte zusammengerechnet. Übersteigt die Summe die Grenze, entsteht volle Sozialversicherungspflicht; die Beiträge werden von der Gesundheitskasse im Nachhinein vorgeschrieben, meist einmal jährlich.

Steuerlich ist die Geringfügigkeitsgrenze bedeutungslos, dort zählt das Jahreseinkommen und die Steuerfreigrenze von 13.539 €.

Neu ab 2026: Neben Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe ist ein geringfügiger Zuverdienst, mit wenigen Ausnahmen, nicht mehr zulässig, ohne die Leistung zu verlieren.

Für die Negativsteuer ist wichtig: Wer nur geringfügig beschäftigt ist und keine Selbstversicherung hat, zahlt keine Beiträge und bekommt deshalb auch keine SV-Rückerstattung.

Werte 2026

Kennzahlen

  • 551,10 €Geringfügigkeitsgrenze je MonatRIS
  • 83,49 €Selbstversicherung (§ 19a ASVG) monatlichRIS