Wohnen & Immobilien

KIM-Verordnung (KIM-V)

Verbindliche Vergaberegeln der Finanzmarktaufsicht für private Wohnimmobilienkredite in Österreich.

Die KIM-Verordnung ist ausgelaufen. Sie galt befristet und wurde nicht verlängert, als verbindliche Vorgabe existiert sie nicht mehr.

Was sie vorschrieb, solange sie galt: mindestens 20 % Eigenmittel am Kaufpreis, eine monatliche Kreditrate von höchstens 40 % des Haushalts-Nettoeinkommens (Schuldendienstquote) und eine Laufzeit von höchstens 35 Jahren. Banken durften nur einen kleinen Anteil ihres Neugeschäfts außerhalb dieser Grenzen vergeben.

Was sich in der Praxis geändert hat und was nicht. Die Banken prüfen Eigenmittel, Schuldendienstquote und Laufzeit weiterhin nach eigenen Standards; die Anforderungen sind nicht verschwunden, nur nicht mehr verordnet. Sie sind damit verhandelbarer geworden, aber nicht irrelevant.

Für die Praxis heißt das: Die früheren Richtwerte taugen weiter als Orientierung, was eine Bank akzeptieren wird. Wer deutlich darüber liegt, braucht gute Gründe, etwa hohes gesichertes Einkommen oder zusätzliche Sicherheiten.

Nicht zu verwechseln mit dem Beleihungswert. Die KIM-V regelte das Verhältnis von Kredit zu Immobilienwert; der Beleihungswert ist der von der Bank angesetzte dauerhaft erzielbare Wert, der regelmäßig unter dem Kaufpreis liegt. Aus dieser Differenz entsteht bei vielen Finanzierungen die unerwartete Eigenmittellücke.

Weiterhin unabhängig davon: Die Kaufnebenkosten von rund 10 % des Kaufpreises finanzieren Banken in der Regel nicht mit.

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