Vorsorge & Anlegen

Kapitalertragsteuer (KESt)

Endbesteuerung auf Einkünfte aus Kapitalvermögen (z. B. Zinsen, Dividenden, Aktien- und ETF-Gewinne).

Die Kapitalertragsteuer ist eine Abgeltungssteuer: Ist sie abgeführt, ist die Steuer auf diesen Ertrag erledigt.

Zwei Sätze:

  • 27,5 % auf Kursgewinne aus Wertpapieren, Dividenden, Fondserträge und Erträge aus Derivaten
  • 25 % auf Zinsen aus Spareinlagen und Girokonten

Bei einem steuereinfachen Broker wird sie automatisch einbehalten und abgeführt. Die Erträge müssen dann nicht mehr erklärt werden.

Bei einem ausländischen Depot sind sie selbst über die Beilage E1kv zur Einkommensteuererklärung zu erklären, samt den ausschüttungsgleichen Erträgen thesaurierender Fonds und der Fortschreibung der Anschaffungskosten.

Verlustausgleich. Verluste aus Wertpapierverkäufen können mit Gewinnen desselben Jahres gegengerechnet werden. Ein steuereinfacher Broker macht das innerhalb seines Depots automatisch. Über mehrere Depots hinweg geht es nur über die Steuererklärung, dafür braucht es die Jahressteuerbescheinigungen aller Anbieter.

Was nicht gegengerechnet werden kann: Verluste aus Kapitalvermögen mit anderen Einkunftsarten, etwa mit dem Gehalt. Und Verluste lassen sich nicht in Folgejahre vortragen.

Regelbesteuerungsoption. Statt der pauschalen 27,5 % lässt sich beantragen, die Kapitalerträge zum persönlichen Einkommensteuertarif zu versteuern. Das lohnt sich nur, wenn der Tarif darunter liegt, also bei geringem Gesamteinkommen. Der Antrag gilt für alle Kapitalerträge des Jahres gemeinsam, nicht selektiv.

Werte 2026

Kennzahlen

  • 27,5 %KESt auf Wertpapiere, Dividenden & KryptoRIS / BMF
  • 25 %KESt auf Sparzinsen & BankeinlagenRIS / BMF
  • Automatisch bei steuereinfachen BrokernVerlustausgleich & Endbesteuerung§ 27 Abs. 8 EStG