Energiegemeinschaft
Zusammenschluss, in dem lokal erzeugter Strom unter den Teilnehmenden geteilt wird; in Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften zu reduzierten Netzentgelten.
In einer Energiegemeinschaft schließen sich Erzeuger und Verbraucher zusammen und teilen lokal erzeugten Strom, typischerweise aus Photovoltaikanlagen auf Dächern in der Nachbarschaft.
Der wirtschaftliche Vorteil liegt bei den Netzentgelten. Für Strom, der innerhalb einer Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft geteilt wird, gelten reduzierte Sätze, weil er nur einen kurzen Weg durchs Netz nimmt. Dazu kommt, dass der Strom oft günstiger gehandelt wird als der Bezug vom Lieferanten.
Voraussetzung ist ein Smart Meter mit Viertelstundenwerten. Ohne die zeitgenaue Messung lässt sich nicht zuordnen, wie viel geteilter Strom tatsächlich verbraucht wurde.
Zwei Formen:
- Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft: lokal oder regional begrenzt, ausschließlich erneuerbare Energie, reduzierte Netzentgelte, lokal stärker als regional.
- Bürgerenergiegemeinschaft: österreichweit möglich, ohne Beschränkung auf Erneuerbare, aber ohne reduzierte Netzentgelte.
Was es nicht ändert: Der Netzanschluss bleibt bestehen, und für Zeiten ohne lokale Erzeugung kommt der Strom weiter vom eigenen Lieferanten. Die Versorgungssicherheit ist unabhängig davon gewährleistet.
Der Aufwand liegt in der Gründung und Verwaltung. Für Einzelhaushalte lohnt der Beitritt zu einer bestehenden Gemeinschaft eher als die Gründung einer neuen.
Kennzahlen
- ViertelstundenwerteMessvoraussetzungQuelle